Abt Franz Pfanner...es begann für DORT - und für HIER

Der aus Vorarlberg stammende Trappistenprior von „Maria Stern“, Banjaluka, Bosnien-Herzogowina, P. Franz Pfanner, gründete am 27.12.1882 nahe der südafrikanischen Hafenstadt Durban am Indischen Ozean MARIANNHILL (=Maria-Anna-Hügel).
  
Das war der Grundstein zur heutigen Missionszentrale. Aus der ehemaligen Trappistenabtei - sie war zeitweise mit über 300 Mönchen die größte der Welt - entstand unter Papst Pius X. im Jahr 1909 das Zentrum der selbständigen Kongregation der Missionare von Mariannhill (CMM ). Abt Franz Pfanner ist nicht nur der Gründer von Mariannhill, er gründete auch die Kongregation der Missionschwestern vom Kostbaren Blut (CPS).


SPIRITUALITÄT und MISSIONARISCHER  DIENST

Wir Mariannhiller Missionare wissen uns dem EVANGELIUM JESU CHRISTI stets neu verpflichtet. Durch ein Leben nach den evangelischen Räten weihen wir uns in besonderer Weise der Person Christi und seinem Werk. Mission ist zuerst Sache Gottes und die Kirche ist ihrem Wesen nach missionarisch. Jesus wußte sich vom Vater gesandt, den Armen die Frohe Botschaft zu verkünden. So betrachtet es die Kongregation als ihren Auftrag an der Verkündigung des Evangeliums mitzuwirken, besonders bei jenen Völkern, die noch nicht an Christus glauben, bei den Gläubigen aber das Verantwortungsbewußtsein für die Gesamtkirche wachzuhalten und zu vertiefen, sich für Gerechtigkeit, Frieden und für die Befreiung des ganzen Menschen einzusetzen. In den europäischen und nordamerikanischen Ländern bemühen wir uns daher in Schulen, Pfarreien, in Gruppen von Jugendlichen und Erwachsenen durch außerordentliche Seelsorge und durch ein eigenes Presseapostolat auf das Anliegen EINER WELT aufmerksam zu machen, das Interesse und Verständnis für die Länder des Südens zu wecken und dafür Zeugnis abzulegen, dass die Kirche in Ihrem Wesen missionarisch ausgerichtet sein soll. Das tiefe Gottvertrauen und der missionarische Eifer von Abt Franz Pfanner sind dabei Vorbild und stete Herausforderung auch neue Wege zu gehen.

In Österreich arbeiten Mariannhiller Missionare zur Zeit in vier Diözesen in der Pfarr- und Wallfahrtseelsorge, Kranken- und Alten-pastoral, Erwachsenenbildung, als Exerzitien- und Besinnungstagsbegleiter, als Mitarbeiter im Hörfunk, als Religionslehrer. Die Mitarbeiter in Gremien für Weltkirche und Entwicklungsförderung ist ein wichtiges Anliegen. Sie führen ein Bildungshaus, in dem es auch einen Bereich für Kinder und Jugendliche gibt. Das Missionsmagazin „mmm“ und ein Rundbrief an die Freunde und Wohltäter geben ihnen Gelegenheit in Österreich die Aufgaben ihres Presseapostolates wahrzunehmen.

LEBENSFORM

„Unsere Gemeinschaften stehen allen offen, die unser Leben und Wirken kennenlernen  wollen. Wir sind bereit, den Menschen, zu denen wir gesandt sind, in Freundschaft und Liebe zu dienen. Wir setzen uns für die Gleichberechtigung aller Menschen und Rassen ein“ (aus der Regel“ von Mariannhill).

WELTWEITE PERSPEKTIVEN

Als eine internationale Gemeinschaft setzen sich heute rund 400 Mariannhiller Missionare als Priester oder Brüder auf dem weiten Missionsfeld ein, das ein Stück des Reiches Gottes ist, das keine Grenzen hat. Konkret geschieht dies in 13 Ländern: Österreich, Deutschland, Niederlande, Schweiz, Spanien, Polen, Kanada, Vereinigte Staaten von Amerika, Papua Neu Guinea, Südafrika  (Mariannhill und Umtata) Zambia, Zimbabwe, Mosambik.  Die Generalleitung befindet sich in Rom.

In der Dritten Welt leiten die Mariannhiller Missionare Missionsstationen, Schulen, Werkstätten, bilden Lehrer und Katecheten aus – kurzum sie versuchen die Kirche dort heimisch zu machen. Dieser Dienst erfordert Ehrfurcht vor den geistigen und kulturellen Werten der Völker. Das Evangelium wird als Heilsgabe angeboten, die das Gute ihrer eigenen Überlieferung anerkennt, weiterführt und vollendet.

AUFNAHME und AUSBILDUNG

Schulische Voraussetzung für die Aufnahme von Kandidaten:

Brüderkandidaten:

 -Abschluß einer Lehre oder Fachschule
 -oder der Besuch berufsbildender Kurse, die mit einer Lehre
   oder Fachschule gleichwertig sind
 -oder die Matura

Priesterkandidaten:

 -Abschluß einer Höheren Schule mit Matura
 -oder Studienberechtigungsprüfung, die zum Besuch einer
   Theologischen Fakultät oder Hochschule berechtigt.

Wir erwarten von den Kandidaten die nötige menschliche Reife, die Bereitschaft zur Mitarbeit am missionarischen Auftrag der Kirche, den Willen zu dem Leben in der Gemeinschaft und nach den evangelischen Räten (Armut, Ehelosigkeit, Gehorsam).

„Wenn es uns gelingt, Gemeinschaften zu bilden, in denen das Gespür für andere Menschen, für persönliche Entfaltung und Initiative sowie die aufrichtige Besinnung auf die Botschaft des Evangeliums lebendige Wirklichkeit sind, können wir hoffen, den Erwartungen derer zu entsprechen, die zu uns kommen wollen“ (aus der Regel“ von Mariannhill).

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